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Trail Crew

Wegpflege par excellence

Trailcrew Davos

Immer eine Spur voraus: Die Trailcrew von Davos

Damit Bikerinnen und Biker auf perfekten Wegen fahren können, braucht es viel Arbeit. In Davos kümmert sich eine eigene Trailcrew dafür. Das sechsköpfige Team rund um Marcel Canziani hält die Routen in Schuss.

Wenn im Mai die Bike-Saison beginnt, sind auch Marcel Canziani und sein Team in den Bergen unterwegs. Bis Ende Oktober kümmern sie sich zu sechst um den Unterhalt der Bikewege im Gebiet Davos. Die Gemeinde Davos war eine der ersten in der Schweiz, die ein solches Team einführte.

  • Trailcrew Davos Aufbau Chügelibahn
  • Trailcrew Davos Aufbau Chügelibahn
  • Trailcrew Davos Aufbau Chügelibahn

Trailpflege ist Teamarbeit

Jeden Morgen teilt sich die Crew in zwei Teams auf und fährt mit Bike, Auto oder der Bergbahn an den jeweiligen Arbeitsort. Pro Saison wird jeder Weg mindestens zweimal begangen und ausgebessert; bei stark frequentierten Wegen ist etwas mehr Pflege erforderlich. Im Frühling machen der Trailcrew vor allem die Risse zu schaffen, die durch Schnee und Kälte im Boden entstanden sind. Im Sommer erodieren die Wege durch die Nutzung der vielen Bike- und Wanderfans sowie der Kühe auf den Alpen. Übrigens: In Graubünden teilen sich Bike- und Wanderfans die Wege.

Für Trails in Bestform

Regelmässig verbessert das Team auch die Linienführung von alten Trails: Gerade Wege erodieren zum Beispiel rascher. Verlaufen sie in Kurven, sind sie zudem für Bike- und Wanderfans interessanter. Im Moment wird zum Beispiel an der Linienführung im Gebiet zwischen Schwarzseealp und Davos-Laret gearbeitet.

Neben den geplanten Unterhaltsarbeiten kommt es auch immer wieder zu SOS-Einsätzen. Die Wassermassen nach wuchtigen Sommergewittern und Stürmen hinterlassen tiefe Spuren. In solchen Fällen ist die Trailcrew sofort stark gefordert. Dann heisst es im Team: Ruhe bewahren – und eins nach dem anderen.

«Davos gilt nicht umsonst als Singletrail-Paradies der Alpen»

Marcel Canziani gehört seit 2014 zur Davos Trailcrew und leitet das sechsköpfige Team. Er erzählt von seinem Arbeitsalltag, wie ein perfekter Trail aussehen soll – und wo er nach Feierabend mit seinem Bike unterwegs ist.

Marcel, wie bist du zur Davoser Trailcrew gekommen?
Ich habe früher im Gartenbau gearbeitet. Ein handwerklicher Hintergrund ist in unserer Crew von Vorteil. Wir müssen gut mit Pickel, Rechen und Schaufel umgehen können.

Und das Biken?
Ich habe das Biken erst durch die Trailcrew richtig entdeckt, ich bin diesbezüglich ein Spätzünder. Es hilft natürlich, wenn man ein gewisses Verständnis fürs Biken hat und gerne auf dem Velo unterwegs ist.

Schliesst ihr die Trails, wenn ihr am Werken seid?
Wir markieren die Wege, aber sie bleiben offen, selbst wenn wir mit dem Bagger arbeiten. Wir stoppen einfach die Maschinen, damit die Menschen passieren können. Dabei kommt man oft miteinander ins Gespräch.

Was sind die Reaktionen?
Vor Ort bekommen wir vor allem Lob. Wenn sich jemand beschwert, erfahren wir das eher per Mail.

Davos Klosters lockt Mountainbiker wie Tom Oehler  mit dem höchsten Anteil an Singletrails in der Schweiz.

Wie sieht ein perfekter Trail aus?
Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen: Die Cracks wollen es schwierig, die Familien lieber einfach und flowig. Wir versuchen, einen guten Mittelweg zu finden. Aufgrund des Geländes sind wir aber oft auch limitiert, die Topographie gibt einiges vor.

Was sind grössten Herausforderungen für die Trailcrew?
Durch die Klimaveränderung fallen die Gewitter heftiger aus und der Boden erodiert stark, das spüren wir. Am Wichtigsten ist mir, alle Parteien zu involvieren und mit ihnen im persönlichen Austausch zu sein: Ohne die Landbesitzer und die Bauern geht es nicht – aber auch die Interessen von Davos als Tourismusort zählen.

Auf was bist du besonders stolz?
Unsere Trails haben einen sehr hohen Standard und kommen vielen zugute – der Landwirtschaft, dem Tourismus und natürlich auch den Einheimischen.

Wo trifft man dich auf dem Bike an?
Nach Feierabend fahre ich gern die Route Davos-Schwarzseealp-Gotschnaboden-Wolfgang. Eine kleine, aber feine Tour, die alles bietet – von Downhill über flowige Passagen bis zu Uphill. Wenn ich mehr Zeit habe, mache ich die Pischa-Tour. Ich staune selbst immer wieder, wie viele Möglichkeiten unser Gebiet bietet. Man kann einfach vom Tal aus losfahren. Davos gilt nicht umsonst als Singletrail-Paradies der Alpen.

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“Unsere Trails haben einen sehr hohen Standard und kommen vielen zugute – der Landwirtschaft, dem Tourismus und natürlich auch den Einheimischen.”

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