
Es gibt nur eine Bike-Route in den Alpen, die es in die Liste «Epic Rides» der «International Mountainbike Association» geschafft hat: der «Alps Epic Trail Davos». Die Strecke zählt damit zu den besten Mountainbike-Trails der Welt.
Wer vom Jakobshorn bis nach Filisur fast 1000 Höhenmeter hinauf und weit mehr hinunterfährt, ist auf dem über 40 Kilometer langen «Alps Epic Trail Davos» unterwegs. Das Trail-Aushängeschild schlechthin. Denn die bekannte Mountainbike-Route in der Destination Davos Klosters ist die erste und bislang einzige in der Schweiz, den die internationale Mountainbike-Organisation «IMBA» als «Epic Trail» ausgezeichnet hat. Die Aufnahme in den Olymp der besten Mountainbike-Trails hat die Bekanntheit innert Kürze enorm gesteigert. Kein Wunder: Nur drei weitere Routen in Europa – Finnland, Wales und Island – haben diese Auszeichnung bislang bekommen.
Ein Teil dieser Strecke verläuft dabei auf dem Weg vom Jakobshorn ins Sertig und hinauf aufs Rinerhorn, die auch zum Wandern sehr beliebt ist. So ist es manchmal wie beim Einkaufen vor Feiertagen oder in der «Rushhour» beim Pendelverkehr: Überall, wo sich Menschen zu nahekommen, geraten sie sich in die Haare. So möchten Biker und Bikerinnen Singletrails fahren, ohne ständig abzubremsen. Wandernde andererseits möchten die Natur geniessen, ohne das Gefühl zu haben, dass sich ständig jemand von hinten nähert.
Seit Sommer 2023 kümmert sich die Trail Crew um den Trail. Da es sich dabei schweizweit um die bislang längste Entflechtung dieser Art ist, nimmt Davos Klosters im Bike-Bereich erneut eine Vorreiterrolle ein. Der Wanderweg ist so angelegt, dass er stets wenige Meter oberhalb des Mountainbike-Trails verläuft. Outdoorsportlerinnen und -sportler teilen sich nur noch auf kurzen Abschnitten die Wege.
Das Wichtigste: Der Wegcharakter bleibt erhalten. Für den Bau wurden Steine vor Ort genutzt und abgetragene Deckschichten zur Renaturierung von wilden Pfaden verwendet. Die neuen Wegabschnitte sind zusammen insgesamt 8,2 Kilometer lang. Auf der Strecke Äbirügg bis Sertig Sand konnten circa 75 Prozent der Gesamtstrecke entflechtet werden, vom Speichersee am Jakobshorn bis Sertig Dorf sind es rund 50 Prozent. Auf dem wichtigsten Teil dieser Strecke, sprich dem Downhill ab Witiberg, haben Bikerinnen und Biker freie Fahrt.
Es gibt nur eine Route in den Alpen, die es in die Liste «Epic Rides» der «International Mountainbike Association» geschafft hat. Der Höhenweg vom Jakobshorn in Davos nach Filisur ist einer davon. Da der Trail nicht offiziell ausgeschildert ist, findest du hier den detaillierten Tourenbeschrieb dazu.
Mit der Bahn geht es bis ganz oben aufs Jakobshorn, wo die Tour beginnt. Über die Schotterstrasse fährst du Richtung Sertig Dörfli. Nach einem kurzen Aufstieg beginnt bereits der Singletrail. Seit der Sanierung 2015 ist er sehr schön fahrbar und die 730 Höhenmeter hinunter nach Sertig Dörfli vergehen wie im Flug. Hier kannst du entweder im Bergführer eine Kaffeepause einlegen oder auf der Strasse weiter bis Sertig Sand fahren – zur Einkehrmöglichkeit Walserhuus – und von dort auf den Singletrail zum Rinerhorn wechseln. Ausgeschildert ist dieser Teil der Strecke als Route 647 Rinerhorn/Sertig, allerdings in der Gegenrichtung.
Nach gut 205 Höhenmetern erreichst du die Feuerstelle Äbirügg. Von hier geniesst du einen wunderbaren Ausblick. Weiter geht es auf dem Fahrweg Richtung Bergstation Rinerhorn, vorbei am Bergrestaurant Rinerhorn. Bald zweigt links der Singletrail Richtung Monstein ab. Ab hier kannst du den Routenschildern 335 Monstein folgen. Die kupierte Strecke führt über Nidel Löffel, Leidbach, Hauder- und Oberalp nach Monstein. Hier befindet sich die Monsteiner Bierbrauerei. Gute Einkehrmöglichkeiten bieten das Veltlinerstübli und das Restaurant Ducan. Wobei – zu üppig solltest du nicht essen, denn es liegen noch einige Kilometer vor dir.
Weiter geht’s nach Jenisberg. Ab jetzt folgst du den Routenschildern 338 Zügenschlucht. Von Monstein fährst du zunächst an der Säge vorbei Richtung ehemalige Erzgruben/Silberberg, biegst aber vorher links auf einen etwas breiteren Weg ab, der weiter bergauf führt. Bei Teuf Zügji sind die Höhenmeter geschafft und du zweigst rechts auf einen Singletrail ab. Ab hier ist Vorsicht geboten, da der Weg teilweise steil abfällt. Für schwindelfreie Biker ist dieser Abschnitt ein Genuss. Durchs Brunnentöbeli geht es weiter an Löser vorbei, durchs Chüetobel bis kurz vor Jenisberg. Ein Abstecher nach Jenisberg lohnt sich auf jeden Fall – verpflegen kannst du dich in der Gässälibeiz.
Von Jenisberg gelangst du über die steile Fahrstrasse hinunter zum Bahnhof Wiesen. Hier ist Vorsicht gegenüber entgegenkommenden Fahrzeugen angesagt. Wenn du möchtest, gönnst du dir eine kleine Zwischenverpflegung im «Züga-Beizli» mit hausgemachten, lokalen Spezialitäten. Ab Bahnhof Wiesen verlässt du die Route 337 und folgst dem Wanderwegweiser zum Leidboden, immer dem Landwasser entlang, bis du unter dem Landwasserviadukt stehst. Nach diesem eindrücklichen Anblick folgt der Aufstieg zum Bahnhof Filisur, wo du dir ein Filisurer Bio-Glacé gönnen solltest, während du auf den Zug wartest.
Nicht signalisiert
Der Alps Epic Trail ist nicht ausgeschildert. Bitte lese zur Orientierung den Tourenbeschrieb.